Nordische Rentier-Plätzchen

Hier backt der Elch persönlich...

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Stell Dir vor, in meiner Küche hat es sich eine Horde Rentiere gemütlich gemacht! Ob Rudi weiß, wie gefährlich es bei einem süßen Vegetarier wie mir ist? Die sehen schließlich so richtig zum Anbeißen aus...
Stell Dir vor, in meiner Küche hat es sich eine Horde Rentiere gemütlich gemacht! Ob Rudi weiß, wie gefährlich es bei einem süßen Vegetarier wie mir ist? Die sehen schließlich so richtig zum Anbeißen aus...

Rentiere sind ja besonders in der Winterzeit immer auf Trab. Schließlich müssen sie sich um die ganzen Geschenke zum Jahreswechsel kümmern. Da tut eine kleine Stärkung ab und an schonmal ganz gut.

Ich weiß natürlich nicht, was Rudolph und seine vierhufigen Kollegen von meinen Rentier-Plätzchen halten. Vermutlich würde er ein Stück saftige Baumrinde meinem Backwerk vorziehen. Naja, über Geschmack kann man sich mit Rentieren eben (doch) streiten.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sie zumindest Dir schmecken werden. Schließlich kommt bei diesem Rezept jede Menge gute Schokolade zum Einsatz.

Und nach ein, zwei Plätzchen (oder auch ein paar mehr) bist Du dann fit für eine wilde Schneeballschlacht… oder für den nächsten Einkaufsmarathon!

PS. Du hast Bock auf noch mehr tierische Leckereien? Dann probier auch mal meine Heidesand-Plätzchen mit Marzipan – von erfahrenen Heidschnucken empfohlen!

Schwierigkeit: Dauer: 30 Minuten (plus Stehzeit) + ca. 10 Minuten Backzeit
Nährwertinfos: ca. 870 kJ (208 kcal) || Kohlenhydrate: 55,00 % | Eiweiss: 10,83 % | Fett: 34,17 % (alle Angaben pro Stück)

Zutatenliste für 2 Bleche (ca. 25 Stück)

  • 120 g Butter
  • 3 Eier
  • 300 g Mehl
  • 130 g Zucker
  • 2 Pkg Vanillezucker
  • 200 g gemahlene Haselnüsse

Zum Dekorieren:

  • 200 g Vollmilch-Kuvertüre
  • Cranberries
  • 100 g Zartbitter-Schokolade

Benötigte Küchenutensilien

  • Rührschüssel
  • Mixer oder Küchenmaschine
  • Handschuhe (zum Kneten)
  • Frischhaltebeutel oder -folie
  • zwei Backbleche (mit Backpapier ausgelegt)
  • Löffel
  • Spritzbeutel (Frischhaltebeutel)

Und so wird’s gemacht

Die Butter eine Stunde vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen oder auf dem Herd bzw. in der Mikrowelle leicht anschmelzen lassen. Sie darf aber noch nicht flüssig sein.

Alle Zutaten (Eier, Butter, Mehl, gemahlene Haselnüsse, Zucker und Vanillezucker) in eine ausreichend große Schüssel geben und mit den Händen (oder einer Küchenmaschine) mehrere Minuten lang zu einem festen Teig verkneten.

Den Teig in Klarsichtfolie wickeln oder in einen Frischhaltebeutel geben und mindestens für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 170 °C (Heißluft) vorheizen.

Nach der Ruhezeit den Teig auf einer bemehlten Unterlage ca. vier bis fünf Millimeter dick ausrollen und mit Hilfe von runden Förmchen gleich große Kreise ausstechen. Auf eine gerade Anzahl der Kreise achten.

Mit einem kleinen Förmchen bei der Hälfte der Kreise im unteren Bereich ein Loch ausstechen.

Die ausgestochenen Plätzchen auf zwei mit Backpapier belegte Bleche geben und im Ofen etwa 9 bis 10 Minuten backen. Dann die Plätzchen einige Zeit auskühlen lassen.

Währenddessen die Kuvertüre im Wasserbad oder der Mikrowelle (max. 440 Watt, mehrere Minuten, regelmäßig umrühren) schmelzen.

Etwas geschmolzene Kuvertüre mit einem Löffel auf die gebackenen Kreise (ohne Loch) geben und einen Kreis (mit Loch) darauf setzen. Eine Cranberry als Nase in das Loch legen und passend ausrichten.

Zartbitter-Schokolade in einem Beutel schmelzen lassen (Wasserbad oder Mikrowelle). Den Beutel leicht(!) an einer Spitze einschneiden und die Plätzchen mit Augen und Hörnern verzieren.

In einem geschlossenen Behälter aufbewahrt, ist das Gebäck mehrere Wochen lang haltbar.

Tipps für die Zubereitung

Für ein besonders intensives Vanille-Aroma kannst Du den Vanillezucker auch durch das Mark einer Vanilleschote ersetzen.

Du hast keine Haselnüsse mehr? Dann nimm einfach gemahlene Mandeln!

Das Zeichnen von Augen und Geweih mit Zartbitter-Schokolade geht eigentlich ganz leicht. Eine Herausforderung kann aber sein, den Spritzbeutel richtig vorzubereiten: Schneide bitte nur eine gaaanz dünne Spitze von etwa einem Millimeter ab. Verwende dazu eine wirklich scharfe Schere und übe im Zweifelsfall erst einmal an einem ungefüllten Probebeutel.

Ich habe die Zartbitter-Schokolade in einem herkömmlichen Frischhaltebeutel in der Mikrowelle geschmolzen und währenddessen immer ein bisschen durchgeknetet. Achte darauf, dass die Schokolade zwar schön flüssig wird, aber nicht zu heiß ist. Sonst kannst Du den Beutel nicht mehr richtig anfassen.

Küchenmaschine, Mixer mit Knethaken oder echte Handarbeit? Hier entscheidet im Zweifel die eigene Faulheit. Wichtig ist aber, den Teig möglichst lange zu kneten (fünf Minuten sollten es schon sein) – nur so verbinden sich alle Zutaten miteinander… und das schmeckt man.

Als Alternative zu den Cranberry-Schnäuzchen tun es auch ganze Haselnüsse oder Rosinen.

Wissen für Besseresser

Wo leben Rentiere eigentlich?

Rentiere mögen zwei Dinge: Andere Rentiere und Kälte!

Deshalb schließen sich Rentiere zu großen Herden zusammen, die dann gemeinsam die Welt erkunden. Vorzugsweise tun sie das im nördlichen Nordamerika, Eurasien und sogar auf einigen arktischen Inseln wie Spitzbergen, der Ellesmere-Insel und Grönland.

Weil es ihnen aber dann doch manchmal zu frostig wird, legen sie Strecken von 5.000 km und mehr zurück, um dem kalten Polarwinter zumindest ein bisschen zu entgehen.

Naja, das kann ihnen niemand verdenken. Mir ist es ja manchmal schon in der Sauna zu kalt…

Renn, Rentier, renn!

Auch wenn das Wort „Ren“ auf den altnordischen Begriff „hreinn“ als Sammelbezeichnung für horntragende Tiere zurückgeht, so ein Rentier ist tatsächlich ein richtiges Renntier:

Mit einer Spitzengeschwindigkeit zwischen 60 bis 80 km/h können Menschen nur staunend hinterher hecheln. Und auch sonst laufen diese befellten Hufträger durchaus in der Oberliga der Sprinter mit.

Emanzipierte Geweihträgerinnen

Rentiere sind übrigens die einzige Hirschart, bei der auch die Weibchen Geweihe tragen.

Zwar sind sie kleiner als die ihrer männlichen Pendants (Angeber halt…), aber Frau Rentier kann damit ihrem Mann im Fall der Fälle schonmal zeigen, wo die Schneeschuhe im Iglu hängen! 😉