Haferflocken-Bratlinge mit Gouda

Wenn Dich der Hafer sticht...

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Wenn Dich der Hafer sticht... dann mach Dir am besten ein paar Bratlinge draus! Mit Zwiebeln, vielen Gewürzen und Gouda hast Du im Nu eine leckere, vollwertige Mahlzeit zubereitet - mmmh!
Wenn Dich der Hafer sticht... dann mach Dir am besten ein paar Bratlinge draus! Mit Zwiebeln, vielen Gewürzen und Gouda hast Du im Nu eine leckere, vollwertige Mahlzeit zubereitet - mmmh!

Vegetarische Bratlinge sind für so manchen immer noch eher Körnergraus als Körnerschmaus… wenn Du mich fragst, völlig zu Unrecht! Also war es höchste Zeit, hier einmal für Abhilfe zu sorgen:

So entstand ein schnelles Rezept für Bratlinge aus Haferflocken mit leckeren Zutaten, die jeder zu Hause hat – und die jedem den meisten schmecken.

Genug der Worte, jetzt widmen wir uns erst einmal diesen pikanten Bratlingen… gutes Gelingen!

Schwierigkeit: Dauer: 20 Minuten + 15 Minuten Stehzeit
Nährwertinfos: ca. 1696 kJ (405 kcal) || Kohlenhydrate: 46,68 % | Eiweiss: 21,07 % | Fett: 32,25 % (alle Angaben pro Portion)

Zutatenliste für 2-3 Personen

  • 160 g kernige Haferflocken
  • 60 g geriebener Gouda-Käse (jung)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Ei
  • ca. 130 ml warmes Wasser
  • 1 leicht gehäufter Esslöffel Majoran
  • 1 leicht gehäufter Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
  • Pfeffer und scharfes Paprikapulver nach Geschmack
  • Bratfett (z.B. Butterschmalz)

Beilagen

  • gekochter Reis oder Wildreis
  • Baguette, Brot und Brötchen
  • Gewürz-Ketchup, scharfer Senf

Benötigte Küchenutensilien

  • Schneidbrett
  • scharfes Messer
  • Schüssel
  • Löffel
  • Bratpfanne
  • Pfannenwender

Und so wird’s gemacht

Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

Die Haferflocken zusammen mit dem geriebenen Käse, der geschnittenen Zwiebel sowie dem Ei in eine Schüssel geben und umrühren.

Nun die Gewürze einschließlich der Gemüsebrühe hinzufügen und mit drei Vierteln des lauwarmen Wassers übergießen. Etwas Flüssigkeit über behalten und erst bei Bedarf das restliche Wasser beimengen – die Teigmasse muss formbar bleiben (siehe Bildergalerie).

Mit einem Löffel alles gut durchmischen und 15 Minuten ziehen lassen. Währenddessen mehrmals rühren, damit sich die Zutaten gut miteinander verbinden.

In einer ausreichend großen Pfanne Bratfett oder Öl auf mittlerer Stufe erhitzen.

Etwa zwei Esslöffel der Teigmasse in die Pfanne geben und mit dem Löffel zu ca. ein Zentimeter hohen Bratlingen formen. Zwischen den einzelnen Bratlingen etwas Abstand lassen.

Die Bratlinge auf mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Am besten heiß servieren.

Tipps für die Zubereitung

Für dieses Rezept empfehle ich Dir kernige Haferflocken. Diese behalten im feuchten Zustand länger ihre Konsistenz und eignen sich – meiner Meinung nach – daher besser als zarte Haferflocken für Bratlinge.

Solltest Du kein Oregano mögen, kannst Du alternativ auch ein paar Blätter Basilikum verwenden.

Mit Käse ist das so eine Sache. Nicht jeder ist Fan davon, schon gar nicht gebraten. Aber für dieses Rezept muss es Käse sein, damit die Bratlinge zusammenhalten. Ich habe mich für jungen Gouda entschieden, da er relativ neutral schmeckt und fürs Braten gute Schmelzeigenschaften besitzt.

Je nach Pfanne kann es Dir passieren, dass die Bratlinge festbacken. Das kannst Du durch gelegentliches hin und her schieben mit dem Bratenwender vermeiden.

Wissen für Besseresser

Haferflocken werden aus dem Korn des Echten Hafer hergestellt. Bis die Flocken auf Deinem Teller landen, sind einige Arbeitsschritte nötig:

  • Als erstes wird der Rohhafer von verbliebenem Stroh und anderen Fremdanteilen befreit – macht Sinn, sonst pikst es beim Essen – und das will ja keiner. 😉
  • Bei der folgenden mehrstündigen Behandlung mit Dampf und anschließend mit trockener Hitze bildet sich das typisch nussige Aroma der Haferflocken aus und deaktiviert bestimmte Enzyme (Lipasen), die bei längerer Lagerung einen bitteren, ranzigen Geschmack erzeugen würden.
  • Nun werden die Haferkörner in einem Trommel- oder Fliehkraftschäler von Spelzen befreit. Die „Spelzen“ umhüllen das Korn, dürfen aber nicht mit der Samenschale verwechselt werden, diese bleibt nämlich erhalten. Daher auch der Begriff „Vollkorn“-Haferflocken!
  • Je nach Typ werden die Flocken nun zu Hafergrütze zerkleinert (für „zarte“ Haferflocken bzw. Kleinblattflocken) und zwischen zwei Glattwalzen plattgedrückt.

Ganz schön viel Arbeit also, bis aus einem Haferkorn das fertige Endprodukt wird.

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