Hellwacher Birnenkuchen

Da steckt Espresso drin...

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Dieser Kuchen ist alles andere als kalter Kaffee - hier steckt nämlich sogar ein extra starker Espresso drin! Da möchten nicht nur Kaffeejunkies sofort ein ordentliches Stück von! 🍰🍐
Dieser Kuchen ist alles andere als kalter Kaffee - hier steckt nämlich sogar ein extra starker Espresso drin! Da möchten nicht nur Kaffeejunkies sofort ein ordentliches Stück von! 🍰🍐

»Aufstehen, der Kuchen ist fertig!«… oder so ähnlich jedenfalls. 😉

Ich wette, Du guckst Dir gerade dieses Rezept an, weil Du neugierig bist, wie so ein „hellwacher“ Birnenkuchen aussieht. Also ich kann Dir sagen, ziemlich lecker sieht er aus, aber noch besser schmeckt er.

Seine Geheimzutat habe ich nämlich in den dunklen Teig mit eingebacken – ein extra-starker Espresso mit feiner Kakaonote! Mmmhhh…

Und genau diese beiden Ingredienzien machen meinen koffeinstarken Birnenkuchen zu etwas ganz Besonderem – für alle Aufgeweckten und solche, die es werden wollen!

Schwierigkeit: Dauer: 35 Minuten + ca. 55/70 Minuten Backzeit
Nährwertinfos: ca. 1704 kJ (407 kcal) || Kohlenhydrate: 66,62 % | Eiweiss: 6,38 % | Fett: 27,00 % (alle Angaben pro Portion)

Zutatenliste für 1 Kuchen (ca. 12 Stücke)

Für den Obstbelag:

  • 5 mittelgroße, saftige Birnen

Für den Rührteig:

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Pkg Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 200 g Mehl
  • 200 g Speisestärke
  • 1 Pkg Backpulver
  • 1 Tasse Espresso (kalt)
  • 3 gehäufte Esslöffel Kakao
  • 20 cl Birnenschnaps (ca. 40 % vol.)

Benötigte Küchenutensilien

  • Schneidbrett
  • Sparschäler (Kartoffelschäler)
  • scharfes Messer
  • große Rührschüssel
  • kleine Rührschüssel
  • Mixer oder Küchenmaschine
  • Springform mit 26 cm Durchmesser
  • Backpapier
  • Pinsel oder Stück Küchenpapier
  • Löffel

Und so wird’s gemacht

Die Springform mit Backpapier auslegen und durch den Ring fixieren.

Überstehendes Backpapier am Rand der Form nach unten umschlagen (bitte nicht abschneiden, da es sonst einreißen könnte). Bei Bedarf den Rand mit etwas Butter einstreichen und mit Mehl bestäuben.

Das Obst vorbereiten:

Die Birnen schälen, halbieren, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann in Würfel mit einer Kantenlänge von etwas mehr als einem Zentimeter schneiden. Für später beiseite stellen.

Rührteig – Schritt 1 (die Basis):

Die Butter auf dem Herd oder in der Mikrowelle leicht anschmelzen lassen (darf maximal handwarm sein).

Butter, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit dem Mixer auf hoher Stufe anderthalb Minuten lang kräftig aufschlagen, bis sich möglichst alle Zuckerkristalle gelöst haben.

Die Eier dazugeben und weitere anderthalb Minuten auf hoher Stufe mixen.

Nun die übrigen Zutaten für den Rührteig (Mehl, Speisestärke, Backpulver) hinzufügen. Anfangs langsam, dann bei mittlerer Geschwindigkeit zu einem homogenen, klümpchenfreien Teig verarbeiten.

Rührteig – Schritt 2 (die „dunkle Seite des Kuchens“):

Ungefähr die Hälfte des Rührteigs in eine kleine Schüssel geben und den kalten Espresso sowie das Kakaopulver hinzufügen.

Mit dem Mixer oder einem Löffel alle Zutaten zu einem dunklen Rührteig vermengen.

Den dunklen Teig zurück in die Rührschüssel geben und mit einem Löffel unterheben, sodass einerseits die Teige gemischt werden, andererseits das Marmormuster erkennbar bleibt (siehe Bildergalerie).

Den Teig in die Springform füllen, glattstreichen und mit den Birnen gleichmäßig belegen. Über die Birnen etwas Obstbrand träufeln.

Backen in der Kombi-Mikrowelle (Heißluft + Mikrowelle):

Den Kuchen mit der Kombination 180 °C Heißluft (nicht vorgeheizt) und 100 Watt Mikrowelle ca. 55 Minuten backen, bis er eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat.

Backen im Heißluftbackofen:

Im vorgeheizten Backofen auf 170 °C für ca. 70 Minuten backen.

Tipps für die Zubereitung

Auf die Größe kommt es an, jedenfalls bei den Birnen. Die Birnenstücke sollten den Kuchen vollständig bedecken. Im Zweifelsfall nimm lieber eine Birne mehr als eine zu wenig.

Und ja, Du solltest die Birnen schälen!

Dieser Kuchen ist alles andere als kalter Kaffee, aber der Espresso muss Zimmertemperatur haben. Ansonsten würde das Backpulver vorzeitig seine Wirkung entfalten und der Teig ginge nicht gleichmäßig auf.

Die Backzeit hängt hauptsächlich von der Menge an Birnen und deren Wassergehalt ab. Es ist deshalb möglich, dass Dein Kuchen bereits ein paar Minuten früher fertig ist als angegeben oder längere Zeit in der Sauna im Ofen verbringen möchte.

So prüfst Du, ob der Kuchen auch tatsächlich fertiggebacken ist:

Stich dazu mit der Klinge eines breiten Messers in den Kuchen und ziehe sie wieder heraus. Das geht auch mit einem Holzspieß. Kleben noch Teigreste an der Klinge bzw. am Holz, verlängere die Backzeit um ca. 10 Minuten und führe dann einen weiteren Test durch.

Ist der Kuchen zwar noch nicht durchgebacken, wird aber schon stark braun, bedecke die Oberseite mit einer Lage Alufolie. So verhinderst Du ein Verbrennen.

Wissen für Besseresser

Was ist ein Blümchenkaffee?

Für dieses Rezept brauchen wir unbedingt einen extra-starken Espresso, der intensiv nach gerösteten Kaffeebohnen duftet.

Das krasse Gegenteil davon kennst Du vielleicht unter dem Begriff „Blümchenkaffee“. Der enthält so wenig Kaffee, dass er optisch eher einem Glas Pfefferminztee ähnelt und ziemlich fade schmeckt.

Aber was hat der Blümchenkaffee denn nun eigentlich mit Blüten und Blumen zu tun? Tja, also dafür gibt es zwei Erklärungen:

Der Begriff selbst stammt aus dem 18. Jahrhundert, wo man vor allem aus Sparsamkeit (Kaffee war extrem teuer und nur etwas für Wohlhabendere) den Kaffee mit reichlich Wasser streckte.

Dabei wurde der Kaffee so sehr verdünnt, dass man das Dekor am Boden der Porzellantasse noch gut erkennen konnte. Und da es sich dabei oft um Blümchenmuster in allen Varianten handelte, entstand der Begriff „Blümchenkaffee“ für das allzu schwache Gesöff.

Nicht überzeugt? Hier die andere Deutung zur Herkunft des Wortes:

Wie gesagt, echter Bohnenkaffee war damals ein ziemlich kostspieliges Vergnügen. Deshalb gab es jede Menge sogenannten „Ersatzkaffee“, der oft aus gerösteten Pflanzenteilen bestand:

Heute kennst Du vielleicht noch Malzkaffee, früher wurden auch aus gerösteten Eicheln kaffeeähnliche Getränke zubereitet. Und aus Zichorie, einer auffällig himmelblau blühenden Blume (besser bekannt als „Gemeine Wegwarte“), die schon von weitem am Wegesrand sichtbar ist.

Jedenfalls wäre es nicht verwunderlich, käme daher der Begriff „Blümchenkaffee“. Eben ein Getränk aus getrockneten und anschließend gerösteten Wurzeln der Zichorie.

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