Panierter Camembert mit Preiselbeeren und Paprikareis

Was für ein Käse...

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Ein echt französischer Klassiker feiert sein Comeback: In der Pfanne kross gebackener, panierter Camembert! Die herb-süßen Wildpreiselbeeren passen extrem gut zum milden Käse und dem Paprikareis als Beilage.
Ein echt französischer Klassiker feiert sein Comeback: In der Pfanne kross gebackener, panierter Camembert! Die herb-süßen Wildpreiselbeeren passen extrem gut zum milden Käse und dem Paprikareis als Beilage.

Du glaubst, dass Camembert einfach nur Käse mit Schimmel ist und kannst Dir so gar nicht vorstellen, daraus etwas Leckeres zu machen? Na, dann lies mal das folgende Rezept und staune…

Heute geht es nämlich um panierten und in der Pfanne kross ausgebackenen Camembert. Dazu habe ich mir eine für Käse etwas ungewöhnliche Beilage ausgedacht – feinkörnigen Basmati-Paprika-Reis.

Und obendrauf – als Topping sozusagen – gibt’s die klassischen Wildpreiselbeeren. Die passen auch ganz hervorragend zu Reis, Du wirst es sehen bzw. schmecken. Lass uns also gleich loslegen…

Schwierigkeit: Dauer: 35 Minuten
Nährwertinfos: ca. 2948 kJ (704 kcal) || Kohlenhydrate: 28,35 % | Eiweiss: 25,30 % | Fett: 46,34 % (alle Angaben pro Portion)

Zutatenliste für 2-3 Personen

  • 1 rote Gemüsepaprika
  • 2 bis 3 kleine runde Camembert (1 pro Person)
  • Paniermehl (Semmelbrösel)
  • 2 bis 3 Eier
  • Gewürze: schwarzer Pfeffer, scharfes Paprika, Chiliflocken
  • Butterschmalz oder Sonnenblumenöl
  • 1 Tasse Basmati-Reis (ca. 125 g)
  • 2 Tassen Wasser
  • ¼ Teelöffel Salz
  • Wildpreiselbeeren zum Anrichten

Benötigte Küchenutensilien

  • Schneidbrett
  • scharfes Messer
  • 2 tiefe Teller
  • Gabel
  • Kaffeetasse (zum Abmessen von Reis und Wasser)
  • mittelgroßer Kochtopf mit Deckel
  • Kochlöffel
  • Bratpfanne
  • Pfannenwender

Und so wird’s gemacht

Die Paprika halbieren und den Strunk sowie das Kerngehäuse möglichst vollständig entfernen (die weißen Anteile schmecken leicht bitter).

Dann die Paprika in Streifen schneiden und fein(!) würfeln. Für später beiseite stellen.

In einen weiten Kochtopf eine Tasse Basmati-Reis füllen und zwei Tassen Wasser dazugießen (Verhältnis 1 Tasse Reis zu 2 Tassen Wasser). Etwas Salz dazugeben.

Den Reis auf hoher Stufe rasch zum Kochen bringen, dabei regelmäßig umrühren. Sobald das Wasser kocht, bei geringer Hitze abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen (bitte auch die Zubereitungsempfehlung auf der Packung beachten). Nicht umrühren!

In der Zwischenzeit den Camembert zubereiten:

Die Semmelbrösel in einen tiefen Teller füllen. In den anderen Teller die Eier aufschlagen und zusammen mit reichlich Gewürzen verquirlen (scharfes Paprika, Chili und grob gemahlenen schwarzen Pfeffer).

Die Camemberts zweimal panieren: Zuerst in der Ei-Gewürzmischung wälzen, dann in den Semmelbröseln. Darauf achten, dass auch die Ränder des Camemberts gut mit Panade bedeckt werden.

In einer Pfanne Bratfett (z.B. Butterschmalz oder Sonnenblumenöl) auf mittlerer Stufe erhitzen und die panierten Camemberts auf beiden Seiten für mehrere Minuten lang braten, bis sie eine goldbraune Kruste erhalten. Bei Bedarf mehrfach wenden.

Ist der Reis gar (siehe Abschnitt „Tipps für die Zubereitung“), die Paprikawürfel unterrühren und zusammen mit den gebratenen Camemberts und den Wildpreiselbeeren servieren.

Tipps für die Zubereitung

Achte beim Kauf des Camemberts darauf, dass dieser nicht zu dick ist. Am besten sind die kleinen runden, ca. zwei Zentimeter hohen Camemberts. Sie wiegen pro Stück etwa 125 g.

Außerdem gilt natürlich: Camembert muss ohne tierisches Lab hergestellt worden sein!

Du solltest nur ganze Camemberts panieren, da sonst beim Braten der flüssige Käse ausläuft. Schneide sie also vorher keinesfalls an.

Panaden sind echte „Gewürzfresser“ – ein zu viel an Paprika, Chili und Pfeffer kann es eigentlich nicht geben. Ich habe jeweils einen gehäuften Teelöffel Paprika-/Chilipulver und grob gemahlenen Pfeffer verwendet. Natürlich entscheidet letztendlich Dein persönlicher Geschmack.

Beim Panieren denken wir ausnahmsweise mal nicht an die Kalorien, sondern nehmen ausreichend Fett. Es sollte nämlich immer etwas Bratfett in der Pfanne schwimmen. Sonst kann es Dir passieren, dass die Panade an manchen Stellen anbrennt, während sie an anderen Stellen zu hell bleibt.

Wie lange braucht Reis, bis er gar ist?

Sobald die Reiskörner das Wasser aufgesogen haben, sollte der Reis fertig sein. Aber wie heißt es so schön „Versuch macht kluch! – probier also einfach mal:

Der Reis ist perfekt gegart, wenn er weich und trotzdem körnig ist (also noch leicht „Biss“ hat).

Ist der Reis zu hart, gib eine halbe Tasse Wasser dazu und lass ihn für weitere fünf Minuten bei geringer Hitze abgedeckt ziehen. Überschüssiges Wasser kannst Du später einfach abgießen.

Wissen für Besseresser

Camembert – ein französisches Original!

Der Name „Camembert“ leitet sich von einer kleinen französischen Ortschaft in der Normandie ab. Dort wurde er erstmalig gegen 1708 hergestellt, wobei sich die Rezepturen im Vergleich zu heute wohl deutlich unterschieden haben:

Man geht nämlich davon aus, dass Camembert damals eher dem Livarot genannten Käse aus dem von Camembert nur 13 km entfernten gleichnamigen Städtchen glich. Dieser besitzt eine rötliche Rinde und kommt mit einem sehr(!) würzigen Geschmack.

Ist das wirklich Schimmel da auf dem Käse?

Kurze Antwort: Ja! Aber keine Sorge, natürlich von der essbaren Sorte.

Genauer gesagt handelt es sich um Penicillium camemberti, ein aus der Gattung Penicillium stammender weißer Schimmelpilz. Dieser wurde extra für die Zubereitung von Lebensmitteln gezüchtet.

Penicillium camemberti findet aber nicht nur für Camembert Verwendung, sondern auch für etliche andere Käsesorten wie Brie und Coulommiers. Der Pilz bildet auf dem Käse eine halbfeste Rinde, die überwiegend für den typischen Geschmack und Geruch dieser Käsesorten verantwortlich ist.

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