Pizza Ratatouille

Französischer Gemüseeintopf trifft italienische Pizza...

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Pizza Ratatouille - das ist mediterranes Gemüse in Tomatensauce auf einem luftig-leichten Hefeteigboden 'american style' - unbedingt nachbacken!
Pizza Ratatouille - das ist mediterranes Gemüse in Tomatensauce auf einem luftig-leichten Hefeteigboden 'american style' - unbedingt nachbacken!

Du magst Ratatouille? Du isst gerne Pizza? Dann wirst Du meine Pizza Ratatouille lieben!

Aber ich muss Dich warnen: Als ich diese Pizza das erste Mal gebacken habe, war ich hinterher immer noch hungrig. Denn jeder, der „nur einen kleinen Happen“ probieren wollte, hat sich ganz schnell ein zweites (großes!) Stück geschnappt. 🙂

Und was bedeutet das für den geübten Pizzabäcker? Mach‘ lieber gleich zwei!

Schwierigkeit: Dauer: 35 Minuten + ca. 35 Minuten Backzeit
Nährwertinfos: ca. 2319 kJ (554 kcal) || Kohlenhydrate: 68,85 % | Eiweiss: 14,87 % | Fett: 16,29 % (alle Angaben pro Portion)

Zutatenliste für 2-3 Personen

  • 10 g Hefe
  • 7 bis 8 Esslöffel Milch
  • 220 g Mehl
  • 20 g Zucker
  • 1 Ei
  • 50 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Zwiebel
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 1 gelbe Gemüsepaprika
  • 1 grüne Gemüsepaprika
  • 1 Dose gehackte Tomaten (ca. 400 g)
  • 1 ½ Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
  • Gewürze: schwarzer Pfeffer, süße Paprika, Cayennepfeffer

Benötigte Küchenutensilien

  • Tasse
  • Gabel
  • 2 große Schüsseln
  • Handschuhe
  • Schneidbrett
  • scharfes Messer
  • Backblech (mit Backpapier ausgelegt)

Und so wird’s gemacht

Backofen auf 180 °C (Heißluft) vorheizen.

Die Milch in eine große Tasse (oder vergleichbares Gefäß) füllen, die Hefe hinein bröseln und mit einer Gabel solange rühren, bis sich alle Hefeklümpchen aufgelöst haben.

Die in Milch gelöste Hefe zusammen mit allen anderen Zutaten für den Teig (Mehl, Zucker, Ei, Butter und Salz) in eine Schüssel geben und mindestens fünf Minuten mit den Händen kräftig kneten.

Der Hefeteig ist fertig, sobald er sich klebefrei von der Schüssel löst und zu einem Kloß formen lässt (ideal ist eine leicht zähe, elastische Konsistenz). Anderenfalls je nach Beschaffenheit zusätzlich etwas Mehl oder Flüssigkeit dazugeben.

Das Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigkugel mittig darauf setzen. Mit dem Handballen von innen nach außen zu einer dünnen Teigschicht plattdrücken; eventuell die Ränder etwas höher stehen lassen (verhindert ein Auslaufen und gibt einen schön knusprigen Rand).

Während der Boden nun ca. 10 Minuten gehen sollte, den Belag vorbereiten:

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel hacken. Zucchini und Gemüsepaprika in Stücke schneiden.

Das Gemüse zusammen mit der Tomatensauce in eine Schüssel geben, Instant-Gemüsebrühe und Gewürze nach Belieben zufügen und unterheben (am besten mit der Hand oder mit einem großen Kochlöffel).

Nach dem Ende der Gehzeit (der Teig sollte in der Zwischenzeit leicht aufgegangen sein), die Gemüsemischung gleichmäßig auf der Pizza verteilen.

Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180 °C zwischen 30 und 35 Minuten backen, bis der Rand eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat.

Tipps für die Zubereitung

Damit das Kneten nicht in einem Workout ausartet, kannst Du die Butter auch leicht anschmelzen lassen (handwarm!) oder einfach eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank holen.

Warum um der Küchengötter Willen soll an einen herzhaften Pizzateig Zucker!? Die Hefekulturen benötigen Zucker, um daraus CO2 zu produzieren. Und das lässt wiederum den Teig aufgehen. Falls es Dir trotzdem nicht ganz geheuer ist, lass‘ ihn weg (der Boden beibt dann aber kompakter).

Es kann sein, dass die gehackten Tomaten mit ziemlich viel Flüssigkeit daherkommen. Ich empfehle Dir, die Hälfte der Flüssigkeit zu verwerfen, da sonst die Gefahr eines Durchweichens des Bodens besteht.

Wenn Du den Teig am Rand der Pizza etwas höher formst, läuft während des Backens weniger Flüssigkeit von der Pizza aufs Backblech; das spart Dir mühevolles Putzen.

Wissen für Besseresser

Gehackte Tomaten aus der Dose sind ja nicht jedermanns (oder jederfraus) Sache. Die einen glauben, dass da nur angeschlagene Beeren 1] reinkommen, andere zweifeln den Gesundheitswert solcher haltbar gemachten Konserven grundsätzlich an.

Was also ist dran am Mythos, dass Dosentomaten ungesund seien?

Kurze Antwort: Nichts!

Du willst es genauer wissen, hier die ausführliche Erklärung:

Die Ausgangsware für Dosentomaten muss besonders sorgfältig ausgesucht werden, da bereits eine einzige faule Tomate die ganze Produktionscharge verderben könnte. Aus diesem Grund durchlaufen die Tomaten vor der weiteren Verarbeitung mehrere Kontrollen und eine gründliche Wäsche.

Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Tomaten vor allem das Carotinoid Lycopin – es färbt unter anderem die Tomaten schön rot und besitzt etliche gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Lycopin ist zudem temperaturbeständig, übersteht also problemlos das kurzzeitige Erhitzen zur Haltbarmachung der Konserven. Und das Beste: Für Dosentomaten verwendet man meist Beeren, die lange reifen konnten (sie müssen ja nicht erst gelagert und dann in den Supermarkt gebracht werden). Je länger Tomaten reifen, desto höher ist auch ihr Gehalt an Lycopin.

Einzig und allein einige hitzeempfindliche Vitamine und Mineralstoffe leiden; so enthalten Dosentomaten beispielsweise im Vergleich zu frischen Tomaten weniger Vitamin C sowie B-Vitamine.

1] Ja, richtig gelesen. Die Frucht der Tomatenpflanze bezeichnet man als Beere.

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