Dunkle Butterbrote

Kein Brot, aber Plätzchen...

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Diesen süßen Brotscheiben kann bestimmt niemand widerstehen.
Diesen süßen Brotscheiben kann bestimmt niemand widerstehen.

Was würdest Du zu einer schönen Scheibe Schwarzbrot zum Kaffee sagen, mit ordentlich guter Butter und einer Prise Salz drauf… nein, oh ?

Was für ein Glück, daß ich als Alternative noch meine „süßen“ Butterbrote für Dich in petto habe. Bereits lecker belegt mit zitroniger Zuckerglasur und geraspelter weißer Schokolade.

Butterbrote sind ein fast in Vergessenheit geratenes altes Rezept aus früheren Zeiten. Die dazu benötigte Ausstechform wirst Du im Handel leider sehr schwer finden. Natürlich braucht es die nicht unbedingt; auch jeder andere Ausstecher tut es. Aber einmal im Jahr möchte man ja Traditionalist sein.

Du magst lieber Weißbrot ? Dann schau‘ Dir gleich mal mein Rezept für helle Butterbrote an. 🙂

Schwierigkeit: Dauer: 35 Minuten (plus Stehzeit) + ca. 10 bis 12 Minuten Backzeit
Nährwertinfos: ca. 461 kJ (110 kcal) || Kohlenhydrate: 64,31 % | Eiweiss: 3,28 % | Fett: 32,41 % (alle Angaben pro Stück)

Zutatenliste für 2 Bleche (ca. 60 Stück)

  • 250 g Butter
  • 1 Ei
  • 300 g Mehl
  • 110 g Speisestärke
  • 200 g Haselnüsse
  • 150 g Staubzucker
  • 2 Pkg Vanillezucker
  • 1-2 gehäufte Esslöffel Kakao
  • 1 Esslöffel Arrak

Zum Dekorieren:

  • 8-10 gehäufte Esslöffel Staubzucker
  • Zitronensaft (ca. 1 Zitrone)
  • gehobelte weiße Kuvertüre oder Schokolade

Benötigte Küchenutensilien

  • Rührschüssel
  • Mixer oder Küchenmaschine
  • Handschuhe (zum Kneten)
  • Frischhaltebeutel oder -folie
  • Teigrolle
  • Messer mit breiter Klinge
  • Backmatte und Backpapier (zum Ausrollen)
  • Ausstechform „Butterbrot“
  • Tasse oder kleine Schlüssel
  • Teelöffel
  • Schneidbrett
  • scharfes Messer
  • Backpinsel
  • Backblech (mit Backpapier ausgelegt)

Und so wird’s gemacht

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Butter eine Stunde vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen oder auf dem Herd bzw. in der Mikrowelle leicht anschmelzen lassen.

Alle Zutaten mindestens fünf Minuten in einer ausreichend großen Rührschüssel miteinander verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist, der nicht mehr an der Schüssel haftet.

Den Teig in einen Frischhaltebeutel füllen, etwas flachdrücken und eine halbe Stunde kühl stellen. Vor der weiteren Verarbeitung noch einmal kurz durchkneten.

Jeweils die Hälfte des Teigs mit dem Nudelholz ca. 4 mm dick ausrollen. Die Butterbrote ausstechen, vorsichtig mit einem Messer von der Unterlage lösen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Die Butterbrote im Ofen (mittlere Schiene) zwischen 10 und 12 Minuten hell backen, dann auf dem Blech abkühlen lassen (die Plätzchen brechen sonst leicht).

Währenddessen aus dem Staubzucker und dem Saft einer ausgepressten Zitrone die Zuckerglasur bereiten und die Kuvertüre mit einem scharfen Messer klein hacken (bzw. vom Block der Kuvertüre abraspeln).

Mit einem Löffel oder Pinsel die Butterbrote mit der Glasur „bestreichen“ und etwas gehackte Kuvertüre auf die noch nasse Glasur streuen.

In einem geschlossenen Behälter ist das Gebäck mehrere Wochen lang haltbar.

Tipps für die Zubereitung

Ein besonders intensives Vanille-Aroma erzielst Du mit dem Mark einer Vanilleschote.

Bitte verwende reines Kakaopulver. Kakaohaltiges Getränkepulver enthält zu wenig Kakao und würde den Teig nicht intensiv genug einfärben.

Damit sich auch alle Veganer unter den Naschkatzen diese Plätzchen schmecken lassen können, ersetze die Butter durch Margarine und füge anstelle von Ei noch ca. 15 g Margarine hinzu.

Küchenmaschine, Mixer mit Knethaken oder echte Handarbeit ? Hier entscheidet im Zweifel die eigene Faulheit. Wichtig ist aber, den Teig möglichst lange zu kneten (fünf Minuten sollten es schon sein) – nur so verbinden sich alle Zutaten miteinander… und das schmeckt man.

Wenn es besonders schnell gehen muss, brauchst Du den Teig nicht unbedingt kalt zu stellen. Dafür solltest Du ihn aber ein paar Minuten länger kneten, damit sich die Zuckerkristalle vollständig auflösen.

Mit einer Backmatte aus Silikon und einem Stück Backpapier ersparst Du Dir das Bemehlen beim Ausrollen des Plätzchenteigs. Wie das genau geht, zeige ich Dir in meinen Tricks für’s Plätzchenbacken.

Die Zuckerglasur sollte relativ dickflüssig sein; das gibt einen besonders tollen Kontrast zwischen dem weißen „Brotaufstrich“ und dem dunklen Kakaoteig.

Streue sofort nach dem Auftragen der Glasur die Kuvertüre auf, damit sich beides miteinander verbinden kann und die Schokoraspeln gut haften bleiben.

Wissen für Besseresser

Veggie Tobi, der Hobby-Küchenhistoriker

Dieses Plätzchenrezept ist wirklich ein altes Schätzchen; ich habe es in einer losen Rezeptsammlung gefunden, die meines Wissens nach aus den späten 1950er Jahren stammt.

Der Verfasser hatte sich große Mühe beim Schreiben der Zutatenliste gegeben. Leider zu meinem Nachteil, denn das Entziffern der krakelig-geschwungenen „Deutschen Kurrentschrift“ hatte es in sich.

Außerdem waren damals die Backtemperaturen wohl andere… ursprünglich sollten die Butterbrote nämlich auf 240 °C für 15 Minuten grillen backen. Das erschien mir dann doch ein bisschen zu heiß; bei 180 °C fühlten sich meine Brotscheiben deutlich wohler – und diese Temperatur empfehle ich Dir auch.

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