Grüne Erbsensuppe nach Prinzessinnen Art

Auf die Erbse, fertig, los!

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Die schmeckt nicht nur anspruchsvollen Prinzessinnen... kein Wunder, mit frischen Kräutern und Pfeffer gewürzt ist das auch was für scharfe Prinzen. ;-)
Die schmeckt nicht nur anspruchsvollen Prinzessinnen... kein Wunder, mit frischen Kräutern und Pfeffer gewürzt ist das auch was für scharfe Prinzen. ;-)

Sagt die eine Erbse zur anderen »Jetzt kicher doch nicht so!«

Tja, Hülsenfrüchte sind schon komische Gesellen. Aber sie passen perfekt in die vegetarische Küche! Vor allem, wenn mal eine anspruchsvolle Prinzessin zum Essen vorbeischaut, hast Du mit diesen kleinen Multitalenten am Herd alles im Griff. Und wirst bestimmt zum Ritter der Tafelrunde geschlagen.

Heute kümmern wir uns rührend um eine Suppe. Und zwar um die beste, die Du je gegessen hast. Such also schon mal im Vorratsschrank nach der Erbsendose und hol das Silberbesteck raus, hier ist das Rezept…

Schwierigkeit: Dauer: 25 Minuten
Nährwertinfos: ca. 1665 kJ (398 kcal) || Kohlenhydrate: 37,16 % | Eiweiss: 22,02 % | Fett: 40,83 % (alle Angaben pro Portion)

Zutatenliste für 2-3 Personen

  • 1 Zwiebel
  • Bratfett (z.B. Butter oder Rapsöl)
  • 2 Dosen grüne Erbsen (á 280 g Abtropfgewicht)
  • 300 ml Wasser
  • 200 g süße Sahne
  • 3 gehäufte Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
  • gemahlener bunter Pfeffer nach Belieben
  • gehackte Kräuter zum Anrichten

Benötigte Küchenutensilien

  • Schneidbrett
  • scharfes Messer
  • Kochtopf mit Deckel
  • Kochlöffel
  • Pürierstab

Und so wird’s gemacht

Bei mittlerer Hitze die gewürfelten Zwiebeln mit etwas Bratfett oder Öl goldbraun braten.

Wasser, Erbsen und Sahne dazugeben. Alles zusammen kurz aufkochen.

Als nächstes die Gemüsebrühe hinzugeben und abschmecken. Nun die Suppe weitere fünf Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.

Den Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit dem Pürierstab cremig rühren.

Noch einmal kurz aufkochen, dann den Topf von der Kochstelle nehmen und mit frischem Schnittlauch oder anderen Kräutern servieren. Guten Appetit!

Lass die Zwiebelwürfe ruhig gut anbraten; je mehr Röstaromen, umso besser. Allerdings solltest Du trotzdem hin und wieder umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt.
Lass die Zwiebelwürfe ruhig gut anbraten; je mehr Röstaromen, umso besser. Allerdings solltest Du trotzdem hin und wieder umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt.

Tipps für die Zubereitung

Die Zwiebel darf ruhig mit einem ordentlichen Stück Butter schön braun angebraten werden, denn gerade die Kombination aus Fett und Röstaromen macht einen guten Teil des Geschmacks aus. Aber natürlich meint das nicht, die Zwiebel verbrennen zu lassen oder es mit der Butter zu übertreiben.

Sei bitte beim Pürieren vorsichtig, damit nichts spritzt. Die Suppe ist nämlich (wie Du erwarten solltest) ziemlich heiß.

Für eine vegane Variante ersetzt Du einfach die Sahne durch eine pflanzliche Alternative. Achte darauf, dass diese hitzebeständig ist (nicht jede „Schlagcreme“ ist das). Alle anderen Zutaten sollten vegan sein; guck bei der Gemüsebrühe trotzdem mal auf der Packung nach.

Ist die Suppe nach dem Pürieren zu dickflüssig, kannst Du ruhig noch 100 ml Wasser dazugeben. Dann solltest Du sie ein weiteres Mal aufkochen lassen und mit Gemüsebrühe und Pfeffer abschmecken.

Wissen für Besseresser

Woher kommen die Erbsen?

Vom Strauch. Nächste Frage… 🤪

Spaß beiseite. Erbsen zählen zu den ältesten Kulturpflanzen. Archäologische Funde in Vorderasien datieren deren großflächigen Anbau ab ungefähr dem Jahr 8000 vor unserer Zeitrechnung.

In Mittel- und Nordwesteuropa kennt man Erbsen seit der mittleren Jungsteinzeit (ca. 5.800 bis 4.000 vor unserer Zeitrechnung). Zum Verzehr eignen sich solche historischen Funde wohl nicht mehr. 😉

Klein, aber oho – das steckt in der Erbse!

Erbsen sind reich an Proteinen, Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Sie enthalten essentielle Aminosäuren und weitere Mineralstoffe und Mikroelemente wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen und Zink.

Besonders für Vegetarier und Veganer stellen Erbsen einen ausgezeichneten Eiweißlieferanten dar, wie übrigens alle anderen Hülsenfrüchte auch (wobei allerdings nicht Erbsen, sondern die Sojabohne den höchsten Proteingehalt besitzt).

Erbsen enthalten unterschiedlich hohe Mengen Phytoöstrogene, die die Fruchtbarkeit von Säugetieren (zu denen auch der Mensch zählt) reduzieren. Das sollte aber bei normalem Konsum nicht weiter ins Gewicht fallen. Angeblich wird eine Suppe aus Erbsenhülsen in manchen Regionen zur Empfängnisverhütung genutzt. Also ich weiß ja nicht… das wäre mir wirklich zu unsicher! 🤔

Aber die Erbse ist nicht nur zum Essen da. Die aus bestimmten Sorten gewonnene Stärke wird beispielsweise für biologisch abbaubare Folien und andere kunststoffähnliche Produkte verwendet.

Darf man die Hülse von Erbsen mitessen oder nicht?

Die Hülse von Zuckererbsen darfst Du Dir mitsamt der Schale schmecken lassen. Alle anderen Sorten sollten erst aus ihrer natürlichen Verpackung gepalt werden. Ja, der Fachbegriff dafür ist wirklich „palen“, ich hab’s beim TEXTER TOBI nachgeschlagen.

Zwar sind die Hülsen per se nicht giftig, aber keine sehr schmackhafte Angelegenheit.

Ach ja, weil mir gerade der Begriff „Erbsenzähler“ in den Sinn kommt: In jeder Hülse befinden sich je nach Sorte zwischen vier bis zehn Samen. Überprüf das ruhig…