Feurige Kürbissuppe mit Schnittlauch

Ein Klassiker im Herbst...

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Die schmeckt nicht nur allen kleinen und großen Geistern zu Halloween - meine pikant gewürzte Kürbissuppe.
Die schmeckt nicht nur allen kleinen und großen Geistern zu Halloween - meine pikant gewürzte Kürbissuppe.

Vielleicht lag es an der orangenen Farbe, die ja auch Veggie Tobi zu Eigen ist – aber dieses Mal konnte ich die leckeren Kürbisse in der Gemüsetheke einfach nicht ignorieren und habe so kurz entschlossen ein Exemplar der Art „Hokkaido“ gekauft.

Kürbisse gelten ja gemeinhin als kleine kulinarische Alleskönner… trotzdem war für mich irgendwie eines naheliegend: Da wird Suppe draus! Immerhin bin ich ein großer Fan von Suppen und Eintöpfen jeder Art. Von daher kam die Idee also nicht wirklich überraschend. 🙂

Deshalb hier und jetzt das dazugehörige Rezept für eine pikante Kürbissuppe. Auch wenn im Herbst die Kürbissaison ihren Höhepunkt feiert – sie schmeckt das ganze Jahr über!

Schwierigkeit: Dauer: 50 Minuten
Nährwertinfos: ca. 2144 kJ (512 kcal) || Kohlenhydrate: 64,89 % | Eiweiss: 9,83 % | Fett: 25,27 % (alle Angaben pro Portion)

Zutatenliste für 2-3 Personen

  • 1 kg Hokkaido-Kürbis (ca. ein halber Kürbis)
  • 2 Kartoffeln (mehlig-kochend)
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Gemüsepaprika
  • Butterschmalz
  • 1 l Wasser
  • 3 gehäufte Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Gewürze: Salz, scharfe Paprika, Chili

Benötigte Küchenutensilien

  • Schneidbrett
  • scharfe Messer (groß und klein)
  • Esslöffel
  • großer Kochtopf mit Deckel
  • Kochlöffel
  • Pürierstab

Und so wird’s gemacht

Hokkaido-Kürbis halbieren (je nach Größe) und das Fruchtfleisch samt Kernen mit einem Esslöffel entfernen. Danach den Kürbis in gleich dicke Stücke von ungefähr drei bis vier Zentimetern schneiden.

Zwiebel schälen und würfeln, ebenso die Kartoffeln. Gemüsepaprika halbieren, Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Schnittlauch fein hacken.

Zwiebelstücke, Kartoffeln und Gemüsepaprika mit etwas Butterschmalz in einem ausreichend großen Kochtopf glasig dünsten, den Kürbis dazugeben und bei mittlerer Hitze einige Minuten garen, bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind.

Mit Wasser und Gemüsebrühe aufgießen. Bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme ca. 30 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Nach einer halben Stunde mit dem Kochlöffel prüfen, ob sich die Kürbisschnitze leicht zerteilen lassen. Ansonsten die Kochzeit um einige Minuten verlängern. Dann die Sahne unterrühren.

Suppe mit einem Pürierstab vorsichtig(!) sämig pürieren und mit etwas Salz, sowie ausreichend Paprika- und Chilipulver würzen, Schnittlauch hinzugeben.

Vor dem Servieren für eine Minute kurz aufkochen lassen.

Tipps für die Zubereitung

Während das entfernte Fruchtfleisch nicht besonders viel taugt, sind die Kerne ein gesunder Snack für zwischendurch. Einfach auf der Fensterbank trocknen lassen und knabbern.

Anstelle mehlig-kochender Kartoffeln kannst Du auch jede andere Sorte verwenden.

Die rote Gemüsepaprika sollte wirklich eine rote sein. Warum? Einfach der Farbe wegen. Das Auge isst schließlich mit! Naja, eine gelbe geht zur Not auch…

Beim Kleinschnippeln des Gemüses achte darauf, dass Du möglichst gleich große Stücke fabrizierst – einen Preis in Fleißarbeit besonders fein gehackten Kürbis musst Du aber nicht gewinnen. Wichtig ist nur, dass am Ende alles zur selben Zeit gar wird.

Sei beim Pürieren der Suppe bitte vorsichtig – falls Du im Umgang mit dem Pürierstab noch ungeübt bist, kann es schnell spritzen. Das ist bei heißer Suppe nicht gerade angenehm (und macht Flecken).

Für eine vegane Variante dieses Rezepts ersetze das Butterschmalz durch Sonnenblumenöl und die Sahne durch ein entsprechend pflanzliches Produkt.

Ein Teelöffel Kürbiskernöl vor dem Pürieren zur Suppe intensiviert die typischen Aromen. Verwende es aber bitte nicht zum Anbraten, da dieses Öl nicht hitzebeständig ist.

Wissen für Besseresser

Der Hokkaido-Kürbis – ein orange-roter Japaner

Sein Name klingt schon leicht asiatisch. Kein Wunder, denn die Vorfahren des Hokkaido-Kürbis wurden auf der zu Japan gehörenden Insel Hokkaidō gezüchtet.

Und obwohl die Portugiesen Kürbisse bereits im 16. Jahrhundert nach Japan brachten, gibt es den uns heute bekannten Hokkaido erst seit den 1930er Jahren.

Das Besondere an diesem Kürbis ist sein leicht nussiger, kartoffelähnlicher Geschmack (manche vergleichen ihn mit dem von Maronen) und die Tatsache, dass er eine relativ weiche Schale besitzt, die man problemlos verzehren kann.

Die meisten anderen Kürbissorten (z.B. Butternut-Kürbis oder Muskat-Kürbis) müssen vor der Verarbeitung geschält werden. Das kann durchaus zu einer anstrengenden Prozedur ausarten. Schon allein deshalb zählt der Hokkaido-Kürbis zu den meistverkauften Sorten in Europa.

Trotzdem solltest Du ihn nicht unterschätzen: Das Schneiden erfordert einen gewissen Kraftaufwand – und ein ausreichend scharfes, großes Messer (am besten mit gezahnter Klinge). Dafür lässt sich das Fruchtfleisch samt seinen Kernen relativ einfach entfernen.

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